Lernassistenz im Schulunterricht

Trotz der Herausforderungen in Zeiten von Corona konnte an der Rixdorfer Schule die Stelle der Lernassistenz finanziert werden. Wie die neue Mitarbeiterin agiert und mit welchen Herausforderungen sie zu tun hat, können Sie in diesem Artikel lesen.

Autor*in: Lokaler Bildungsverbund / Pädagogische Werkstatt

Die Rixdorfer Schule ist seit 2012 eine Kooperationsschule der Pädagogischen Werkstatt. Gemeinsam konnten zwei Stiftungen und eine private Spenderin gefunden werden, die die Stelle einer Lernassistenz im Schulunterricht seit 2015 finanzieren. Durch die Lernassistenz erfahren die Kinder aus den Willkommensklassen eine gute Begleitung im Unterricht und beim Übergang in eine Regelklasse. Begleitet werden sie von Abeer Shihabi.
Abeer Shihabi ist auch die Leiterin des schulischen Elterntreffs, der mit dem Ziel gegründet wurde, Eltern aktiv am schulischen Leben zu beteiligen. Das Programm wurde nach den Bedürfnissen und Talenten der Eltern konzipiert und so gestaltet, dass geplante Aktivitäten wie Häkeln, Basteln, Malen auf Keramik, Zeichnen, Nähen, Wood Burning oder Kochen von den Eltern selber durchgeführt werden können. Regelmäßiger Austausch und interkulturelle Feste zusammen feiern gehören ebenso zum Programm wie auch das Besprechen von pädagogischen Themen.

Willkommensklassen und Elterntreff in Zeiten von Corona
Das Jahr 2020 hat die Arbeit in den Willkommensklassen wie auch das Eltern-Projekt vor die Herausforderungen der Corona-Pandemie gestellt. Social Distancing hat die Eltern wie auch die Kinder von vielen ihrer normalen Aktivitäten und von vielen ihrer Liebsten ferngehalten. Daher war das Zusammenrücken innerhalb der neu gegründeten WhatsApp Gruppe „Starke Eltern, starke Kinder“ umso wichtiger. Über diesen digitalen Elterntreff tauschten sich Eltern über Homeschooling aus und halfen sich gegenseitig diese Ausnahmesituationen durchzuhalten. Anfangs ging es vor allem um die Frage, wie sie sich jetzt aufstellen können, um die Situation zu Hause möglichst störungsfrei und ohne größeres Chaos mit ihren Kindern zu bewältigen. Die feste Struktur bot Orientierung.


Es wurde ein Notfallplan erstellt, der im Strukturieren des digitalen Homeschooling unterstützte, Freizeitaktivitäten anbot und Eltern alle nötigen Informationen zukommen ließ. Neben den wöchentlichen Plänen für die Kinder mit Lernspielen und mit von Lehrern empfohlenen Lern-Apps, erhielten die Eltern Informationen über das Deutschlernen, über gesunde Ernährung, über Kindererziehung und über das Virus. Da die Alltagsrituale eingeschränkt waren, brauchte es auch einen guten Ausgleich zum Lernprogramm. Bewegungsaktivitäten und Entspannungsübungen für die gesamte Familie wurden gestaltet und über die WhatsApp Gruppe geteilt. Hinzu kamen Tipps zu Aktivitäten wie Basteln, Zeichnen, Kochen, Quizfragen, Bildbeschreibung oder kreative Textverfassung. Diese boten Ausgleich und Zufriedenheit in diesen ungewohnten Zeiten.

Wie digitale Elternarbeit zu Zeiten von Corona funktionieren kann, können Sie außerdem in diesem Interview mit Abeer Shihabi nachlesen, das im Juli 2020 in der Kiezzeitung „Donauwelle” erschienen ist.

Das „Elterncafe”, der Elterntreff der Rixdorfer Schule, findet jeden Donnerstag von 11 bis 13.30 statt. Donaustraße 120, 12043 Berlin

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